* 1861 Boston, USA
+ 1911 Jena
Wilhelm Berger wurde am 9. August 1861 in Boston geboren und starb am 16. Januar 1911 in Jena. Der Vater, ursprünglich Kaufmann in Bremen, war in Boston als Musikalienhändler tätig und machte sich, 1862 nach Bremen zurückgekehrt, als Schriftsteller einen Namen. Sehr früh zeigten sich beim Sohn musikalische Neigung und Begabung. Als der Vierzehnjährige zum ersten Mal öffentlich konzertierte, konnte er bereits eine große Anzahl Lieder und Klavierwerke vorlegen. 1878-1884 war Berger auf der Königlichen Hochschule zu Berlin Schüler von Rudorff (Klavier) und Kiel (Kontrapunkt). 1888-1903 Lehrer am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium und seit 1899 Dirigent der Berliner "Musikalischen Gesellschaft" Daneben entfaltete er eine reiche Tätigkeit als Konzertpianist. 1903 wurde Berger Professor und Mitglied der Königlichen Akademie der Künste und im selben Jahr als Nachfolger Fr. Steinbachs Hofkapellmeister in Meiningen. In der Brahmsgefolgschaft der sogenannten Berliner Akademiker ist Berger eine Persönlichkeit von Eigenwuchs. Vielleicht hat die Mitwelt seine Lieder, mit denen er schon früh weithin Anerkennung fand, um einiges überschätzt. Im Chorbereich hat er auf jeden Fall die Höhe des Brahms'schen Schaffens mit seltener Meisterschaft erreicht.
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